Verschwitzte Hände + Klaviertasten = keine gute Kombination
Auf diese Erkenntnis kam ich, als ich letzte Woche im Licht der Scheinwerfer am Flügel sass. Wie sich herausstellt, ist ein Konzert keine gute Zeit, um auf dubiose Mathematikformeln zu schliessen. Ich hatte schon mit meinem mangelnden Taktgefühl (wortwörtlich) alle Hände voll zu tun, für Addition blieb nicht viel übrig. Denn zwischen verzweifeltem eins und, zwei und ist schnell vergessen, was man seit Monaten geübt hat.
Die Aussicht, vor einem Publikum vorzuspielen, hatte uns zuvor fleissig gestimmt. Uns – das sind die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen, die an der Schule Instrumentalunterricht nehmen. Zwischen Schulstunden, am Mittag, während Pausen: Wann immer Zeit war, versuchten wir, eine Übungseinheit einzuschieben. Dann hiess es ab in den Bandraum zur Probe. Dort dauerte es erst einmal eine halbe Ewigkeit, bis alle Gitarren gestimmt, E-Pianos verbunden und Schlagzeuge richtig eingestellt waren. Der Anfang war auch auf musikalischer Ebene zunächst holprig. Doch wie so oft brauchen gute Dinge ihre Zeit. Mit jeder Probe ging es ein bisschen besser und das Stück reifte zu unserem persönlichen Chef d’Œuvre heran…