Elternbesuchstage

Am Montag, dem 22. November 2021, drangen die Lichter der KZI in den frühmorgendlich wabernden Nebel und es drängten sich deutlich mehr Menschen als sonst durch die Eingangspforten der Schule – der erste Besuchstag der jungen KZI-Geschichte brach an.

Rektor Urs Bamert und Prorektorin Alexandra Siegrist-Tsakanakis empfingen die angemeldeten Eltern der neun KZI-Klassen persönlich. Danach strömten Klassen und besuchende Eltern in die Schulzimmer, wo der Unterricht wie gewohnt pünktlich um 8 Uhr begann.

Die Eindrücke, welche die Eltern am ersten Besuchstag erhielten, waren breit gefächert. In Wirtschaft und Recht beobachteten sie zum Beispiel, wie die Schülerinnen und Schüler in Gruppen Wirtschaftsmodelle der Zukunft entwarfen, in Latein folgte man den grammatikalischen Geheimnissen der Adverbialen, in Geschichte wurden die Eltern sogar kurz in die Diskussion um Kants Forderung „Sapere aude!“ einbezogen und in Biologie durften tapfere Väter – Mütter waren zu diesem Zeitpunkt keine anwesend – echte Nieren sezieren, um nur ein paar Beispiele zu nennen.


In den Pausengesprächen mit den Besucherinnen und Besuchern kamen immer wieder Vergleiche mit der eigenen Schulzeit zur Sprache. Stand vor nicht allzu langer Zeit nicht mehrheitlich stundenlanger Frontalunterricht im Vordergrund? Und wann verschwanden eigentlich Tafeln und Kreidestaub aus den Schulzimmern?
Der abwechslungsreiche Einsatz verschiedenster Unterrichtsmittel und die offenen, kreativen, interaktiven Lernformen beeindruckten und riefen ein positives Feedback bei den Eltern hervor.

Und auch wenn wir Lehrpersonen uns bei Besuchstagen zuweilen etwas an Prüfungslektionen erinnert fühlen, schätzen wir die positiven Rückmeldungen und die Möglichkeiten des persönlichen Austauschs jedes Jahr von neuem. Weil die Anzahl der Besucherinnen und Besucher in diesem Jahr pandemiebedingt auf zwölf Personen pro Lektion begrenzt war, blieb in den Pausen mehr Zeit für solche persönlichen Begegnungen.
So gingen die drei Besuchstage an der KZI ruhig und konzentriert über die Bühne. Die Eltern erhielten sehr authentische Einblicke in den Unterricht und die Schulleitung zog aus dem neuen Format mit einer begrenzten Besucherzahl pro Lektion – das aus der Not heraus kreiert wurde – eine durchaus positive Bilanz.

Renato Bühler, Geschichtslehrer